Ein neues Herz für Hubert K. [Eine Graphic Novel] Basierend auf einer wahren Geschichte.

Hubert K. schaut lächelt in die Kamera, um ihn herum kleine Elemente und Figuren aus dem Comic: Eine freundliche Herzfigur, ein Harley-Fahrer, eine Mücke, eine Batterie sowie Bäume und Büsche. Hubert trägt eine runde Brille, Sakko mit Herzanstecker und hat lichtes Haar. Der Stil der Graphic Novel ist holzschnittartig mit flächigen Farben – Blau, Beige, Orange, Rot als Akzent. Die Outline sind locker, aber geschlossen.
Eine freche Mücke schwebt über dem ersten Panel.
Eine grinsende Mücke schaut von oben auf Menschen herab, die in einem stilisiertem Garten Gartenarbeit nachgehen.
Textkasten: Alles beginnt mit dem nervigen Surren einer Mücke, die weder Mascha, noch Orhan oder Tom stechen will, sondern Hubert.
Hubert sitzt lächelnd und nichtsahnend mit einem Getränk in der Hand in einem Liegestuhl im Garten, sein linkes Bein gestreckt und sein dicker Zeh hervorgehoben. Die Mücke schaut senkrecht runter und setzt zur Landung an. Wir blicken von der Seite auf die Szene.
Dieselbe Szene, nur ein größerer Ausschnitt: Neben Hubert, der auf den Mückenstich am dicken Zeh zeigt, sitzt eine kleine Herzfigur, die leicht erschrocken schaut. Das Herz ist etwa so groß wie Huberts Kopf und wirkt sympathisch. Es wird Hubert von nun an begleiten.
Textkasten: Aus Naja, halb so wild! wird Jahre später eine schwere Herzmuskelentzündung.
Hubert läuft in blauem Krankenpfleger-Outfit eine stilisierte Treppe hinauf. Ihm folgt seine Herzfigur mit einem vitalen Grinsen und großen Schritten.
Textkasten: Eines Abends dann in der Spätschicht im Krankenhaus (Hubert war Krankenpfleger):
Textkasten: Bei einem lockeren Sprint die Treppe hoch zum Labor …
Die Herzfigur bleibt stehen und fasst sich an den Kopf und die Hüfte, es schwitzt und ihm scheint schwindelig. Hubert blickt verwundert zurück.
Textkasten: … geht seinem Herz auf einmal die Puste aus!
Das Herz sitzt nun erschöpft auf der Treppe, es schwitzt und über ihm kreisen Sterne, sein Gesichtsausdruck wirkt verzweifelt. Hubert läuft die Treppe hinab und berührt das Herz fürsorglich und leicht nervös.
Hubert spricht: Hey, was ist los mit dir? Ich bin doch erst 37 und nicht 105!
Textkasten: Die Treppe wird zum Mount Everest!
Blick über Huberts Schulter auf eine Ärztin an ihrem Schreibtisch im Behandlungszimmer. Sie schaut freundlich und hat eine Hand erklärend gehoben. Im Hintergrund ein Kalender und ein stilisiertes Plakat mit Herzfunktionen. Huberts Herzfigur sitzt neben ihm angeschnitten im Vordergrund.
Die Ärztin spricht: "Die Herzmuskelentzündung hat Ihr Herz sehr geschwächt."
Kleines Panel: Die erschöpfte Herzfigur schaut erschrocken auf eine Batterie, deren Ladung 15 Prozent beträgt. Großes Panel: Das Herz mit Technik-Gürtel spannt den Bizepts und schaut fröhlich auf eine Batterie mit 75 Prozent Ladezustand.
Die Ärztin: Ihr Herz pumpt nur noch mit 15 Prozent der normalen Leistung. Sie brauchen ein Kunstherz, das Ihr Herz bei der Arbeit unterstützt.Textkasten: Das Kunstherz leistet gute Arbeit. Sein Zustand verbessert sich, seine Energie kommt zurück.
Hubert steht oberkörperfrei mit Bauchgurt und Assistenzgerät im Behandlungszimmer, und schaut erschrocken die Ärztin an. Diese steht ihm zugewandt im weißen Kittel neben ihm. Im Hintergrund eine Liege.
Die Ärztin sagt: Ein Kunstherz ist aber keine Dauerlösung. Sie werden langfristig ein Spenderherz benötigen.Textkasten: Hubert kommt auf die lange Warteliste für eine Herztransplantation.
Ein gut gelaunter Hubert, sein fröhliches, singendes Herz und das Assistenzgerät fahren mit einem Dreisitzer-Tandem von links nach rechts. Die Szene wirkt lebensbejahend und beschwingt.
Textkasten: Es vergehen viele glückliche Jahre, in denen er sein ganzes Herzblut in Vereinsarbeit steckt und die Warteliste fast vergisst.
Gleiche Szene, Close-Up auf Herz und Assistenzsystem: Das Herz erschrickt, neben dem Assistenzsystem erscheint "Hoppla", irgendetwas scheint nicht zu funktionieren.
Textkasten: Alles läuft rund, als plötzlich …
Gleiche Szene, Hubert und sein Herz sind abgestiegen, Blick von der Seite: Das Herz schaut erschrocken auf sein wackelndes, mit Rissen versehenes Assistenzsystem. Hubert steht mit gehobenen Händen und offenem Mund daneben. Im Hintergrund das Tri-Tandem.
Textkasten: [Alles läuft rund, als plötzlich] sein Kunstherz einen technischen Defekt meldet. Ein herber Rückschlag!
Seitlicher Blick auf Hubert im Krankenhausbett, daneben die Herzfigur in eigenem, kleinen Bett. Beide haben unterlaufene Augen und wirken erschöpft und verängstigt.
Textkasten: Im Herzzentrum: Es ist dringlich. Hubert rückt auf der Warteliste für ein neues Herz nach oben.
Hubert sitzt in der unteren rechten Ecke und schaut aus dem Fenster auf eine flache Landschaft mit zwei Bäumen. Über ihm eine schwarze Denkblase: Was wird aus mir und meiner Familie, wenn es kein passendes Spenderherz für mich gibt?
Textkasten: Warten. Jeder Tag gleicht einem Jahr. Immer mit dabei: Die Sorgen.
Gleiche Szene. Huberts Frau kommt von links herein und zerpustet Huberts Denkblase – die Wörter fliegen weg. Hubert lächelt seine Frau an.
Textkasten: Doch seine Frau ist eine große Unterstützung und stemmt den Alltag in dieser Zeit alleine.
Blick in einen OP-Saal: Vier behandelnde Personen stehen und sitzen um den narkotisierten Hubert herum. Über seiner Liege eine große Leuchte, daneben Monitore mit Herzschlag und Grafiken.
Textkasten: Endlich kommt der ersehnte Anruf: Ein Spenderherz ist gefunden!
Textkasten: Hubert wird operiert.
Hubert lächelt in die Kamera, er wird von einer neuen, selig lächelnden Herzfigur umarmt, diese trägt Schnurr- und Stoppelbart und Motorradkleidung.
Hubert spricht: "Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich eine zweite Chance bekommen habe."
Traumhaftes Bild: Huberts neues Herz sitzt im Beiwagen einer Harley-Maschine. Der Fahrer trägt Schnurr- und Stoppelbart, langes Haar und auf seinem Rücken ist ein Herz auf die Kluft genäht. Sie fahren durch eine stilisierte Landschaft, ein Freiheitsgefühl kommt auf.
Hubert sagt: In meiner Vorstellung ist mein Spender ein Harley-Fahrer mit wehenden Haaren – und nun begleitet mich sein Herz ein Stück auf einer Reise.
Textkasten: Organspende hilft, Leben zu retten!
Hubert lächelt frontal in die Kamera und zeigt auf drei Optionen: Erstens den Organspendeausweis, zweitens das Organspenderegister im Laptop, drittens eine stilisierte Patientenverfügung.
Hubert sagt: Informiere dich und triff eine Entscheidung. Organspende: Ja oder nein?